Am 15. März 1921 wurde Talat Pascha, ein hochrangiger türkischer Würdenträger, auf einer Berliner Straße von einem jungen Armenier erschossen. Wenige Monate später musste sich Soghomon Tehlirian, sein Attentäter, vor einem deutschen Gericht verantworten. Ihm drohte die Todesstrafe. Doch im Verlauf des Prozesses wandelte sich das Opfer allmählich zum Schuldigen, und der Angeklagte wurde schließlich freigesprochen.