Helmut Gustav Friedrich Qualtinger, auch Helmuth Qualtinger geschrieben, war ein österreichischer Schauspieler, Kabarettist, Schriftsteller und Rezitator. Schon in der Schule zeigte sich Qualtingers Interesse an Literatur und Schauspiel, und er gründete als Schüler ein Jugendtheater. Anschließend studierte er zunächst Medizin und Literatur, brach das Studium jedoch ab, um als Zeitungsreporter und Filmkritiker für die Lokalpresse zu arbeiten. Qualtinger trat weiterhin als Schauspieler in Studententheatern und Revuen auf und besuchte als Gaststudent das Max-Reinhardt-Seminar. Ab 1947 trat er in Kabarettvorstellungen auf. 1949 wurde Qualtingers erstes Theaterstück, „Jugend vor den Schranken“, in Graz uraufgeführt und sorgte aufgrund der Darstellung von Teenagern und ihrem rebellischen Verhalten für Aufsehen. Bis 1961 arbeitete Qualtinger mit dem 1952 gegründeten Namenlosen Ensemble an verschiedenen Kabarettprogrammen zusammen. Qualtinger spielte auch in mehreren ernsten Theater-, Fernseh- und Filmrollen. Der Film „Kurzer Prozess“ und die Fernsehserie „Alpensaga“ zählten zu seinen Produktionen. Das kurze Ein-Mann-Stück „Der Herr Karl“, das von Qualtinger und Merz geschrieben wurde, wurde 1961 im österreichischen Fernsehen (ORF) ausgestrahlt, wobei Qualtinger die Hauptrolle spielte. Später verkörperte er die Rolle auch auf der Bühne und erlangte dadurch Bekanntheit im gesamten deutschsprachigen Raum. Bereits schwer krank, gab er 1986 seinen letzten Auftritt als Schauspieler in der Rolle des ketzerischen Mönchs „Remigio da Varagine“ in „Der Name der Rose“ an der Seite von Sean Connery und F. Murray Abraham.