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Jürgen Heinrich

Aug 20, 1945 (80 years old) in Groß Godems, Germany

Jürgen Heinrich (* 20. August 1945 in Groß Godems) ist ein deutscher Schauspieler, Synchronsprecher und Regisseur. Jürgen Heinrich wuchs nach dem Zweiten Weltkrieg bei seiner Mutter, der Politikerin Emma Heinrich, auf, nachdem sein Vater als verschollen galt. Nach einer Ausbildung zum Stahlschiffbauer begann er 1965 ein Schauspielstudium an der Theaterhochschule Leipzig. Bereits während des Studiums wurde er für die DEFA-Produktion „Abschied“ engagiert und spielte anschließend in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen der DDR mit. 1982 trat Heinrich aus Protest gegen den sowjetischen Einmarsch in Afghanistan aus der SED aus. Daraufhin erhielt er ein Berufsverbot und hielt sich mehrere Jahre mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser, bevor er 1985 nach West-Berlin ausreisen musste. Dort wurde er unter anderem am Schillertheater engagiert und spielte in Filmen wie Der Himmel über Berlin sowie „Ein Richter für Berlin“. Außerdem übernahm er Gastrollen in Serien wie Tatort, Der Alte und „Praxis Bülowbogen“. Bundesweite Bekanntheit erlangte Heinrich ab 1992 durch die Hauptrolle des Kriminalhauptkommissars Andreas Wolff in der Serie Wolffs Revier. Für die Serie erhielt er gemeinsam mit dem Produktionsteam den Adolf-Grimme-Preis. Später führte er dort auch erstmals Regie. Neben seiner Schauspielkarriere arbeitet Heinrich seit vielen Jahren als Synchronsprecher. So lieh er unter anderem Fred Dryer in der Serie „Hunter“, James Belushi, William Hurt, Samuel L. Jackson und James Cromwell seine deutsche Stimme. Jürgen Heinrich ist seit den 1970er-Jahren verheiratet und lebt in Berlin. Seine Kinder Fabian Heinrich und Katja Heinrich sind ebenfalls als Schauspieler tätig.

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