Merab Ninidze (* 3. November 1965) ist ein georgischer Schauspieler. Bekannt wurde er vor allem durch seine Rollen als Oleg Penkovsky in „Der Kurier“, Walter Redlich in „Nirgendwo in Afrika“ und Giulio Sabbadin in „Conclave“. Ninidze stammt aus einer Künstlerfamilie und kam schon früh mit der Schauspielerei in Berührung. Er war stark in der georgischen Theaterszene engagiert. Mit 13 Jahren erhielt er die Rolle des Prinzen Edward in Shakespeares „Richard III.“ am Staatlichen Akademischen Rustaveli-Theater in Tiflis. Die Premiere fand 1979 statt, und das Stück tourte dreimal durch Großbritannien. Von 1982 bis 1985 studierte er am Shota-Rustaveli-Theater und am Staatlichen Filminstitut Georgiens unter der Leitung von Gizo Jordania, was ihn schließlich zum festen Mitglied des Ensembles machte. Später spielte er in Stücken wie „Hamlet“, „Der Kaufmann von Venedig“, „Das Tagebuch der Anne Frank“ und David Kldiashvilis „Stiefmutter“. Ninidzes erste große Filmrolle war 1984 in Tengiz Abuladzes Film „Repentance“, in dem er Tornike Aravidze verkörperte. Im Alter von 25 Jahren emigrierte Ninidze nach dem georgischen Bürgerkrieg aus Georgien. Während dieser Zeit erhielt er ein Angebot für eine Rolle in Goran Rebics Yugofilm, was ihn für mehrere Monate nach Wien führte. Seit über 20 Jahren ist Ninidze in georgischen, russischen, deutschen und englischsprachigen Film- und Fernsehproduktionen tätig.